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GSM-Netze sind heute zum Telefonieren sehr kostengünstig


GSM NetzGSM steht für die Abkürzung "Global System for Mobile Communications" und allgemein sagt man, GSM ist die zweite Mobilfunkgeneration "2G". GSM ist der Nachfolge-Standard der Analogen Übertragungstechnik (A-Netz, B-Netz oder auch C-Netz). GSM ist weltweit der am meisten eingesetzte Standard (etwa 80 Prozent) im Bereich Mobilfunk. Glaubt man den Wikipedia-Einträgen so wird GSM derzeit (06/2010) in über 200 Ländern weltweit in 670 GSM-Mobilfunknetzen genutzt.

In Deutschland sind über GSM zwei Netzsysteme bekannt, nämlich das so genannte D-Netz (D1 = T-Mobile, D2 = Vodafone) und das so genannte E-Netz (E1 = E-Plus, E2 = O2-Germany). Die ersten Lizenzen zur Einrichtung von GSM-Mobilfunknetzen wurden 1989 an die Deutsche Bundespost (später Telekom oder besser T-Mobile) sowie an Mannesmann (später Vodafone) vergeben. Seinerzeit beruhte GSM noch auf einen Frequenzbereich um 900 MHz und somit erhielten die Unternehmen entsprechende Frequenzen in diesem Bereich. Allgemein spricht man auch vom GSM 900-Standard.

Die GSM-Mobilfunk-Technik wurde in Deutschland 1992 eingeführt, und zwar D1 von "DeTeMobil Deutsche Telekom Mobilfunk) sowie D2 von Mannesmann Mobilfunk. Später folgten die E-Netze von E-Plus sowie Viag Interkom (jetzt O2-Germany).

Die D-Netze nutzen heute überwiegend die Frequenzen zwischen 890 bis 915 MHz (beim Senden) sowie 935 bis 960 MHz (beim Empfangen) der Sprach- und Daten-Informationen. Die E-Netze (GSM 1800) nutzen heute überwiegend die Frequenzen zwischen 1710 bis 1785 MHz (beim Senden) und 1805 bis 1880 MHz (beim Empfangen). Die niedrigeren Frequenzen in den D-Netzen sind wesentlich stärker als die höheren Frequenzen in den E-Netzen. Hierdurch können die Sende- und Empfangsmasten in den D-Netzen auch wesentlich weiter auseinander gestellt sein als bei den E-Netzen. Dies wiederum bedeutet in den D-Netzen eine wesentlich effizientere Nutzung und geringere Kosten im laufenden Betrieb der Netze. Um eine Wettbewerbsverzerrung zu verhindern, haben die E-Netz-Betreiber geringere Entgelte bei den nationalen Roaming-Kosten zu tragen.

GSM 900 sowie GSM 1800 wird überwiegend in Europa eingesetzt. In anderen Ländern (wie beispielsweise den USA) nutzt man für das Mobiltelefon GSM 1900 (mit entsprechenden Frequenzbändern) oder auch GSM 850.

Die GSM-Technologie wird nicht nur zur Übermittlung von mobilen Sprach-Informationen genutzt, sondern auch von Textnachrichten wie beispielsweise SMS (Kurzmitteilungen) oder auch Faxe, sowie von Internet-Daten (WAP). Das Übermitteln derartiger Informationen über GSM ist allerdings mit einer maximalen Bitraten von 9600 (9,6 KBit/s) relativ gering.

Die Mobilfunk-Netzbetreiber bieten den Kunden zumeist Laufzeitverträge an und hierbei auch sehr oft mit einem subventionierten Handy. Aber Sie müssen nicht unbedingt einen Laufzeitvertrag akzeptieren. Ein Handy ohne Vertrag bestellen können Sie beispielsweise bei www.handys-mobile.de und hier sind Sie dann auch frei in der Wahl Ihres GSM-Netzes bzw. eines zu nutzenden Tarifes. Bei Mobilfunk-Prepaid-Discounter können Sie zwar auch Handys ohne Laufzeitverträge bestellen, doch sind diese Handys dann zumeist mit einer SIM-LOCK-Sperre belegt. Sie könnten dann nur in ein ganz bestimmtes GSM-Netz nutzen und nur den dazu angebotenen Prepaid-Tarif.

Zur Datenübertragung übers GSM-Netz werden heute GPRS sowie EDGE eingesetzt, in den Zeiten zwischen 1992 bis etwa 2008 auch HSCSD. HSCSD bietet allerdings nur eine Geschwindigkeit von etwa 35 KBit/s (wenn die theoretische Geschwindigkeit auch bei etwa 110 KBit/s liegt). GPRS kommt bereits auf Geschwindigkeiten von etwa 64 KBit/s, und EDGE auf etwa 220 KBit/s.

Obwohl GPRS sowie EDGE von UMTS abgelöst werden sollte, sind diese Technologien in den deutschen Mobilfunknetzen immer noch zu finden und werden (heute - Stand 06/2010) immer noch genutzt. Das kommt daher, dass die UMTS-Netze der vier deutschen Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland noch nicht flächendeckend ausgebaut sind und GPRS bzw. EDGE diese Lücken füllen.

 



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